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Krisenmanagement

Krisenmanagement
Unter Krisenmanagement werden alle Maßnahmen zur Vermeidung von, Vorbereitung auf, Erkennung und Bewältigung sowie Nachbereitung von Krisen (FN 1) verstanden. Die künftigen europäischen Herausforderungen im Krisenmanagement werden vor allem im Bereich der effizienten Vernetzung der verschiedenen Akteure in diesem Bereich liegen, da künftige Bedrohungslagen in den heutigen komplexen Infrastrukturen die Zusammenarbeit verschiedenster Akteure auch außerhalb der zuständigen Behörden und Organisationen erfordern. Gerade in Städten und Metropolen (globaler Trend der Urbanisierung) muss in Zukunft ein besonderes Augenmerk auf Krisenereignisse und deren Management gerichtet werden. Dabei kommen dem Einsatz neuer Technologien zum Beispiel im Bereich der Sensorik oder Kommunikation eine immer größere Bedeutung zu. Gleichzeitig müssen diese Technologien sinnvoll in die Organisationsprozesse eingebettet und den Faktor Mensch stärker berücksichtigen, was insbesondere die gesellschaftliche Akzeptanz betrifft.
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KRITIS

KRITIS
Der Schutz Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) verstanden als „Organisationen und Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, bei deren Ausfall oder Beeinträchtigung nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen eintreten würden“ (FN 2) gehört zu den zentralen Aufgaben des Staates zur Gewährleistung von Sicherheit. Nicht nur der Schutz vor anthropogenen (auf Menschen zurückführbare Gefahren), wie zum Beispiel Terrorismus und organisierte Kriminalität, sondern auch der Schutz vor nicht-anthropogenen (natürlichen) Gefahren, wie zum Beispiel Hochwasser und Sturmfluten, machen eine Auseinandersetzung mit dem Schutz Kritischer Infrastrukturen notwendig. Zugleich wird dies auch aufgrund der fortschreitenden Technisierung und Digitalisierung und der damit verbundenen Vernetzung und Versorgungsabhängigkeit nahezu aller Gesellschafts- und Lebensbereiche unumgänglich. Derzeit ist die öffentliche und private Gefahrenabwehr in vielen Ländern Europas zu isoliert organisiert und wäre bei einem großflächigen Eintritt der genannten Bedrohungslagen schnell überfordert. Insbesondere der Schutz und die gezielte Reaktionsfähigkeit im Bereich kritischer Infrastrukturen kann so nur unzureichend gewährleistet werden.
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Resilienz

Resilienz
Ursprünglich aus den Materialwissenschaften stammend bezieht sich der Begriff Resilienz auf die Eigenschaft von Materialien nach einem mechanischem Einwirken von außen wieder in die Ursprungsform zurückzugehen. Im Bereich der zivilen Sicherheit bezieht sich Resilienz auf die Toleranz oder Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastrukturen sowie der Gesellschaft in Krisen und Katastrophenfällen (FN 3). Resilienz kann nur im Zusammenspiel von technischer und gesellschaftlicher Resilienz größtmögliche Wirkung erreichen. Eine der wesentlichen Herausforderungen für die Zukunft der zivilen Sicherheitsforschung ist deshalb, neben der Resilienz der Kritischen Infrastrukturen auch die Gesellschaft und damit die Bürgerinnen und Bürger resilient zu machen.

Die Konzentration auf Resilienz im Allgemeinen und gesellschaftliche Resilienz im Besonderen wird auch in dem aktuellen Forschungsprogramm zur zivilen Sicherheit als eine wesentliche Bedingung für eine langfristige Gewährleistung ziviler Sicherheit hervorgehoben, denn diese zielt darauf ab, „die Fähigkeit der Bevölkerung zum Überwinden von Krisensituationen zu erhöhen.“ (FN 4) Gesellschaftliche Resilienz kann deshalb insgesamt als übergeordnete Leitkategorie der zivilen Sicherheit aufgefasst werden und weist als Querschnittsthema Berührungspunkte mit den Themenfeldern KRITIS und Krisenmanagements auf.
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Quellen:
(FN 1) BMI 2011: Auskunftsunterlage Krisenmanagement
(FN 2): Bundesministerium des Innern (2009): Nationale Strategie zum Schutz Kritischer Infrastrukturen (Kritis-Strategie). S. 4.
(FN 3) abgeleitet aus den Definitionen im Programm Forschung für zivile
Sicherheit 2014-2017 des BMBF
(FN 4) Bundesministerium für Bildung und Forschung (2012): Forschung für die zivile Sicherheit 2012-2017. Rahmenprogramm der Bundesregierung. Hier: S. 11. Verfügbar unter: http://www.bmbf.de/pub/rahmenprogramm_sicherheitsforschung_2012.pdf